Weibliche Sexualität! Ein Tag für Frauen, die mehr über ihre sexuelle Energie erfahren möchten

Was ist weibliche Sexualität? Abgesehen von objektiv vorhandenen körperlichen Unterschieden zwischen Männern und Frauen, gibt es so etwas wie eine weibliche Sexualität überhaupt? Oder entspringt dies eher einem Denken in Stereotypen von männlich versus weiblich? Ist unsere Sexualität nicht eher ein ganz individuelles Erleben, unabhängig davon, welches Geschlecht wir verkörpern?

Ohne in den erwähnten Stereotypen stecken zu bleiben, werden wir uns den körperlichen und energetischen Unterschieden unserer weiblichen Anatomie zuwenden. Wir befassen uns mit der energetischen Polarität der weiblichen Sexualität und der Zirkulation dieser Energie durch die Energiebahnen und inneren Drüsen des Körpers, wie dies bereits im Taoismus und in den tantrischen Lehren des Hinduismus beschrieben wurde.

Wir wenden uns auch den kulturellen, gesellschaftlichen und persönlichen Prägungen zu, die unser Selbst-Bild und den Kontakt zu unserem Körper und zu unserer Sexualität geprägt haben, und uns möglicherweise beschränken, z.B. in unserem Selbstausdruck, unserer Fähigkeit Lust zu empfinden und unsere Sexualität als freudvoll zu erleben. Für uns Frauen gibt es dabei nicht nur ganz persönliche Prägungen, unter anderem durch unsere Erziehung oder durch unsere individuellen Erfahrungen mit unserer Sexualität, sondern auch große kollektive „Erfahrungsfelder“ die die weibliche Sexualität über Jahrtausende geprägt haben. Und auch wenn wir heute als Frauen in unserem sexuellen Ausdruck scheinbar so frei sind, wie wahrscheinlich nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, hat der Druck auf uns nicht wirklich abgenommen. Dadurch, dass Sexualität offen und freizügig gezeigt, konsumiert und besprochen wird, ist neuer Druck dazugekommen und die Wahrnehmung unserer Sexualität wird auch durch diese neue Freizügigkeit bestimmt. Durch den öffentlichen Diskurs über Sexualität beginnen wir plötzlich, uns zu vergleichen. Dadurch entsteht als potentielle Möglichkeit ein gesteigertes Bewusstsein über unsere ureigene individuelle Sexualität. Die Schattenseite aber ist: mehr Druck und Anpassung und dadurch ein möglicher Verlust unseres inneren Gespürs für uns selbst, für unsere Lust. 

Da Sexualität immer noch mit viel Scham besetzt ist, und es oft eine große Ambivalenz gibt zwischen Offenheit und Freizügigkeit auf der einen Seite, und dem Schutz der eigenen Grenzen und dem Bewahren unseres intimsten, innersten Raums auf der anderen Seite, möchte ich in dieser Gruppe mit viel Achtsamkeit einen geschützten Raum entstehen lassen.  In diesem Raum können neue Erkenntnisse über die eigene Sexualität gewonnen werden, sowohl durch innere Prozesse und Übungen, als auch durch den vertrauensvollen Austausch mit den anderen Frauen in der Gruppe.

 In den Übungen öffnen wir unsere Körperwahrnehmung und erhöhen unsere bewusste Präsenz im Körper über energetische Körperarbeit und Beckenbodenarbeit. Die Fähigkeit, im Körper präsent und empfindungsfähig zu sein, ist eine Voraussetzung für unsere sexuelle Lust. Wir werden außerdem mit bestimmten Fragestellungen in eine innere Erfahrung kommen, die neue Erkenntnisse mit sich bringen kann. Und wir werden uns über diese Erfahrungen in Achtsamkeit austauschen, hier herrscht absolute Freiwilligkeit.

Termin: 11. August 2019, 10-18 Uhr (Mittagspause ca. 12:30-14 Uhr)

Kursbeitrag: 150 €